Banksparplan: Vorteile & Nachteile | Der sichere Sparplan

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Das konservativste und sicherste Sparplanprodukt ist der Banksparplan. Sparraten werden vertraglich festgelegt und zu einem Festzins angelegt. Was Du über einen Banksparplan wissen musst, stellen wir Dir hier vor.

Banksparplan: Kurzerklärung

Mit einem Banksparplan stellst Du deine regelmäßige Sparrate einer Bank zur Verfügung. Im Gegensatz zu allen anderen Sparplänen wird Dir im Gegenzug ein fester jährlicher Zinssatz versprochen. Es gibt drei Arten von Banksparplänen:

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1. Fester Zins
Nach zuvor festgelegter Laufzeit, wird Dir ein fester jährlicher Zinssatz garantiert. Somit kannst Du mit einem festen Sparbetrag am Ende der Anspardauer rechnen. Solltest Du diesen Banksparplan in einem Zinstief abgeschlossen haben, dann ist keine Verbesserung möglich.

2. Zinstreppe
Auch hier wird Dir ein fester Zins versprochen. Der Unterschied liegt bei der Anspardauer: Sparst Du länger, steigt auch der jährliche Zinssatz. Treue wird demnach mit höheren Renditen belohnt.

3. Variabler Zins
Hier ist zwar die Laufzeit vorher festgelegt worden, der Zinssatz aber nicht. Der jährliche Zins wird nach der wirtschaftlichen Lage bemessen und untersteht vertraglichen Kriterien. Vorteilig ist, dass in guten Wirtschaftslagen höhere Renditen erwirtschaftet werden können. Andererseits kann der Zins auch geringer ausfallen.

Vorteil Banksparplan

Durch feste Zinsen kann am Ende der Laufzeit mit einem festen Endbetrag gerechnet werden. Außerdem zahlst Du für deine Sparbeträge keine zusätzlichen Gebühren.

Nachteil Banksparplan

Sicherheit kostet Rendite. Die jährlichen Zinsen von bis zu 1,8% bei der Deniz Bank liegen gerade auf dem Inflationsniveau. Zwar ist ein Banksparplan damit besser als ein klassisches Tagesgeld- oder Sparbuchkonto, trotzdem bleibt die Verzinsung sehr niedrig. Übersteigst Du außerdem deinen Steuerfreibetrag, sinkt die effektive Rendite weiter. Darüber hinaus ist diese Form von Sparplan sehr unflexibel. Sparraten können auch geändert werden, dennoch ist die Entnahme nicht immer möglich aufgrund von Sperrfristen.

Gebühren für einen Banksparplan?

Klare Antwort: Nein! Für einen Banksparplan werden typischerweise keine zusätzlichen Kosten erhoben. Du zahlst weder Verwaltung noch andere zusätzliche Gebühren. Für unerfahrene Sparer, denen Kostentransparenz und Sicherheit im Vordergrund steht, optimal.

So funktioniert ein Banksparplan

1. Vor dem Sparen

Als erstes musst Du dirZiele vor Augen stellen und ein entsprechendes Angebot heraussuchen. Möchtest Du 2, 5, 7 oder 10 Jahre ansparen? Wie flexibel möchtest Du auf das Geld zugreifen?

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Nachdem Du diese Fragen für dich geklärt hast, geht es auf die Suche nach einem passenden Banksparplan.

In Zeiten von Niedrigzins ist es nicht leicht, einen Anbieter zu finden, der über 1% Zinsen im Jahr zahlt. Für die Anlagedauer gilt: Je länger Du sparst, desto mehr Zinsen erhältst Du. Bei den meisten Anbietern kann ab ca. 2 Jahren Anspardauer begonnen werden. Nach oben ist keine Grenze gesetzt. Feste Zinsen erhältst Du bei Banksparplänen bis ca. 10 Jahren. Flexible Zinsen erhältst Du zumeist bei Angeboten die über 10 Jahre gehen.

2. Rechte und Pflichten während dem Sparen

Hast Du einen Banksparplan abgeschlossen, werden die regelmäßigen Beiträge von der Bank eingefordert. Je nach Vertrag gibt es eine Sperrfrist, die mehrere Jahre oder sogar die gesamte Zeit des Banksparplans andauern kann. In dieser Zeit kannst Du nicht auf das eingezahlte Guthaben zugreifen.

Einige Anbieter ermöglichen den Zugriff, andere schließen ihn aus oder sanktionieren die Auszahlung durch eine Herabsetzung der Zinsen.

Zu deinem eigenen Vorteil solltest Du keine Auszahlungen vornehmen und die regelmäßigen Einzahlungen bis zum Ende des Banksparplans durchhalten.

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Die festgelegten Zinsen werden immer zum vollen Jahr gut geschrieben. Sparst Du 100€ im Monat, werden zum Ende des 12. Monats die angegebenen Zinsen auf die eingezahlten Beiträge von 1200€ berechnet. Für das zweite Jahr wird das verzinste Guthaben + erneute 1200€ Einzahlungen verzinst. Hier profitierst Du also vom Zinseszinseffekt.

In Deutschland gelten die Erträge als steuerpflichtig. Die Bank führt in der Regel den Grundsatz von 25% sowie Solidaritätszuschlag von 5,5% automatisch ab. Solltest Du keine weiteren Wertpapiergeschäfte unterhalten und keine weiteren Erträge aus Wertpapiergeschäften haben, solltest Du deinen Sparplananbieter informieren und einen Freistellungsauftrag stellen.

Jährlich hat jeder Bürger einen steuerlichen Freibetrag von 801€, für Ehepaare das Doppelte. Bei Sparraten bis ca. 350€ im Monat erreichst Du kaum die 801€ jährliche Zinserträge. Aus diesem Grund lohnt es sich einen Freistellungsauftrag anzugeben oder sich ggf. mit seinem Steuerbescheid, das Geld zurück zu holen.

3. Ende des Banksparplans

Am Ende der Vertragslaufzeit erhältst Du dein gesamtes Guthaben mit den entsprechenden Zinsen zurück und kannst das Geld verwenden, wie Du willst.

Anbieter Empfehlungen

In Sachen Banksparplan empfehlen wir die DenizBank. Die Bank bietet bei dem Fix Modell eine attraktive Vergütung an. Ab 5 Jahren Anspardauer erhältst Du 1,4% jährlich. Legst Du dich auf 10 Jahre fest, sind es 1,8% jährlich. Gestartet werden kann wahlweise ab 50€ im Monat, 300€ Halbjährlich oder 600€ im Jahr.

Bei 100€ Sparrate im Monat und 10 Jahre Laufzeit ist dein Kapital vor Abzug der Steuern um ca. 9,5% gestiegen. Höher als das kommst Du bei keinem anderen Anbieter.

  • bis zu 1,8% jährlich (nach 10 Jahren Laufzeit insgesamt ca. 9,5%)
  • Zinsstaffel bis 1,20% pro Jahr (nach 10 Jahren Laufzeit insgesamt max. 8,51%)
  • nach 10 Jahre Laufzeit insgesamt max. 7,349%
  • nach 10 Jahren Laufzeit insgesamt max. 7,349%

Banksparplan oder Fondssparplan oder ETF Sparplan?

Im Sparplan Vergleich zu den anderen Anbietern bringt ein Banksparplan zu wenig, als dass er rentabel wäre. Andere Sparplanformen wie der Fondssparplan oder ETF Sparplan sind flexibler und bieten eine höhere Rendite.

Sicherlich besitzen die anderen Sparformen eine andere Risikoklasse, jedoch hast Du hier ebenfalls Fonds oder ETFs, die ein geringeres Risiko aufweisen. Nimmst Du etwa einen breitgestreuten MSCI World ETF: Hier kann mit einer jährlichen Rendite von ca. 6-8% im Jahr gerechnet werden und das über eine Laufzeit von 10 oder mehr Jahren relativ sicher.

Fazit

Als Neuanleger kann es schwer sein, den Fakt zu akzeptieren, dass für hohe Gewinne auch immer ein Risiko eingegangen werden muss. Mit ETFs oder Fonds hast Du die Möglichkeit dein Risiko zu streuen sowie gleichzeitig von hohen Gewinnen zu profitieren. Wir empfehlen aus diesem Grund zu Fonds- oder ETF Sparplänen. Welche Depots sich dafür eignen, kannst Du aus unserem Sparplan Vergleich entnehmen.

 

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Vielen Dank an Smashicons (©Smashicons/flaticon.com), Freepik (©Freepik/flaticon.com) und Nhor Phai (©Nhor Phai/flaticon.com) für die Icons aus dem Titelbild.

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