Maclear im Vergleich: P2P-Crowdlending als Ergänzung zum Sparplan?

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Wer regelmäßig Geld anlegt, denkt meistens zuerst an ETF-Sparpläne, Fondssparpläne, Tagesgeld, Festgeld oder die private Altersvorsorge. Daneben entstehen jedoch immer mehr digitale Anlageplattformen, die eine andere Idee verfolgen: Anleger investieren nicht breit gestreut in Wertpapiere, sondern stellen Unternehmen direkt Kapital zur Verfügung. Eine dieser Plattformen ist Maclear.

Maclear.ch positioniert sich als Schweizer P2P- beziehungsweise P2B-Investmentplattform. Anleger können dort in ausgewählte Unternehmensfinanzierungen investieren und erhalten dafür feste Zinszahlungen. Die Plattform bewirbt Investitionen ab 50 Euro, monatliche Auszahlungen und Renditen von bis zu 15,6 Prozent pro Jahr beziehungsweise auf der englischen Startseite sogar bis zu 16,5 Prozent zuzüglich möglicher Bonusprogramme.

Damit ist Maclear kein klassischer Sparplananbieter, sondern eher eine Alternative im Bereich Crowdlending. Für Anleger stellt sich deshalb die Frage: Kann Maclear einen Sparplan ersetzen – oder ist die Plattform eher eine Beimischung für erfahrenere Anleger?

Was ist Maclear?

Maclear ist eine digitale Plattform, über die private und institutionelle Anleger in Unternehmensprojekte investieren können. Finanziert werden laut Plattform europäische Unternehmen, die Kapital für Wachstum, Betriebsmittel oder Projekte benötigen. Der Ablauf ist einfach erklärt: Unternehmen stellen einen Finanzierungsantrag, Maclear prüft das Projekt, bewertet das Risiko und stellt passende Projekte für Anleger auf der Plattform bereit.

Auf der Startseite nennt Maclear aktuell mehr als 23 Millionen Euro finanziertes Volumen, über 4,58 Millionen Euro zurückgezahltes Kapital und 8.195 Investoren. Diese Zahlen zeigen, dass die Plattform bereits eine gewisse Aktivität aufgebaut hat, aber im Vergleich zu großen Banken, Brokern oder ETF-Anbietern weiterhin ein junger Spezialanbieter bleibt.

Regulatorisch verweist Maclear auf den Schweizer Sitz und die Mitgliedschaft bei PolyReg SRO. Maclear selbst schreibt, dass das Unternehmen als Finanzintermediär im Nichtbankensektor agiert und Schweizer Vorgaben zu Compliance, Geldwäscheprävention und KYC einhalten muss. Wichtig ist dabei: Eine SRO-Mitgliedschaft ist nicht mit einer Einlagensicherung oder einer klassischen Bankaufsicht gleichzusetzen. FINMA erklärt, dass SROs vor allem Pflichten nach dem Geldwäschereigesetz überwachen; solche Finanzintermediäre werden bei SRO-Zugehörigkeit nicht direkt von FINMA beaufsichtigt.

Maclear und Sparpläne: Wo liegt der Unterschied?

Der Begriff „Sparplan“ steht normalerweise für regelmäßiges, automatisiertes Investieren. Typische Beispiele sind ETF-Sparpläne, Fondssparpläne, Banksparpläne oder Krypto-Sparpläne. Der Vorteil liegt in der Planbarkeit: Anleger investieren monatlich einen festen Betrag und bauen über Jahre Vermögen auf.

Maclear funktioniert anders. Anleger investieren nicht automatisch in einen breit gestreuten Markt, sondern wählen einzelne Kreditprojekte aus. Dadurch entsteht ein anderes Chancen-Risiko-Profil. Während ein ETF-Sparplan breit über viele Unternehmen und Märkte streut, hängt ein Crowdlending-Investment stärker von der Zahlungsfähigkeit einzelner Kreditnehmer ab.

Das bedeutet: Maclear ist kein direkter Ersatz für einen klassischen Sparplan. Die Plattform kann aber für Anleger interessant sein, die bereits einen soliden Vermögensaufbau betreiben und zusätzlich einen kleinen Teil ihres Portfolios in alternative Zinsanlagen investieren möchten.

Der Maclear-Beitrag zu staatlich geförderten Sparplänen

Maclear betreibt neben der Plattform auch einen redaktionellen Blog. Dort erschien unter anderem der Beitrag „Sparpläne mit staatlichen Anreizen“. Inhaltlich geht es um steuerlich oder staatlich begünstigte Sparformen, etwa Altersvorsorge-, Gesundheits- oder Bildungspläne. Der Beitrag erklärt, dass unterschiedliche Sparvehikel unterschiedlichen Zwecken dienen und je nach Ziel verschieden eingesetzt werden sollten.

Aus deutscher oder Schweizer Sicht ist dieser Beitrag allerdings nur eingeschränkt als Sparplan-Vergleich geeignet. Viele Beispiele beziehen sich stark auf internationale beziehungsweise US-amerikanische Vorsorgemodelle. Ein direkter Vergleich von ETF-Sparplänen, Fondssparplänen, Tagesgeld, Festgeld, Säule 3a oder vermögenswirksamen Leistungen findet nicht im klassischen Sinne statt.

Redaktionell ist der Beitrag trotzdem interessant, weil er zeigt, wie Maclear Sparen und Investieren einordnet: Erst sollten Anleger steuerlich geförderte oder zweckgebundene Sparformen verstehen, danach können alternative Anlageformen wie Crowdlending als Ergänzung betrachtet werden.

Maclear im Vergleich zu klassischen Sparplänen

Anlageform
Geeignet für
Chancen
Risiken
Einordnung
ETF-Sparplan
Langfristiger Vermögensaufbau
Breite Streuung, geringe Kosten, einfache Automatisierung
Marktschwankungen, Kursverluste möglich
Basisinvestment für viele Anleger
Fondssparplan
Vermögensaufbau mit aktiver Verwaltung
Professionelles Management, breite Auswahl
Höhere Kosten, keine Garantie auf Mehrertrag
Alternative zu ETFs, aber oft teurer
Tagesgeld/Festgeld
Rücklagen und Sicherheit
Planbare Zinsen, meist hohe Sicherheit bei regulierten Banken
Niedrigere Renditechancen, Inflation
Gut für Notgroschen und kurzfristige Ziele
Krypto-Sparplan
Risikofreudige Anleger
Hohe Renditechancen
Sehr hohe Schwankungen, Totalverlustrisiko
Spekulative Beimischung
Maclear/Crowdlending
Alternative Zinsanlage
Hohe beworbene Zinsen, direkter Bezug zu Unternehmensfinanzierungen
Kreditnehmerausfall, Plattformrisiko, eingeschränkte Liquidität
Beimischung, kein Ersatz für sichere Sparpläne

Welche Vorteile bietet Maclear?

Der offensichtlichste Vorteil sind die hohen beworbenen Zinssätze. Während klassische Sparprodukte oft im niedrigen einstelligen Bereich liegen, wirbt Maclear mit deutlich höheren Renditen. Auf der Plattform werden Projekte mit Zinssätzen im zweistelligen Bereich angezeigt.

Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Einstieg. Laut Maclear können Anleger bereits ab 50 Euro investieren. Dadurch ist es möglich, kleinere Beträge auf mehrere Projekte zu verteilen, statt direkt größere Summen in ein einzelnes Investment zu stecken.

Außerdem hebt Maclear die projektbezogene Prüfung hervor. Unternehmen durchlaufen laut Plattform einen mehrstufigen Due-Diligence-Prozess, bevor sie für Anleger freigeschaltet werden. Für Anleger kann das hilfreich sein, ersetzt aber keine eigene Risikoprüfung.

Als Sartangebots schenken Sie einen FreeInvest-Gutschein im Wert von 150 €. Maclear investiert 150 € in Ihrem Namen – keine Einzahlung, kein Risiko. Ihre erste Zinszahlung erhalten Sie nach einem Monat, dann monatlich bis zur Fälligkeit des Projekts, wenn die 150 € auf Ihr Guthaben zurückgebucht werden.

So verwenden Sie ihn:
— Gehen Sie zum Primärmarkt
— Wählen Sie ein beliebiges Projekt aus
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Das war’s. Die 150 € sind investiert und Sie beginnen zu verdienen.

Welche Risiken sollten Anleger kennen?

Die hohen Zinsen kommen nicht ohne Risiko. Beim Crowdlending besteht immer die Gefahr, dass Kreditnehmer verspätet zahlen oder ausfallen. Anders als bei Tagesgeld oder Festgeld gibt es keine gesetzliche Einlagensicherung. Anleger verleihen Kapital an Unternehmen und tragen damit ein Kreditrisiko.

Maclear verweist zwar auf Sicherheiten, Risikobewertungen und einen Provision Fund. Der Provision Fund soll als Risikopuffer dienen und wird laut Maclear aus eigenen Einnahmen der Plattform gespeist. Konkret fließen laut Plattform 2 Prozent jedes erfolgreich finanzierten Projekts in diesen Fonds.

Wichtig ist jedoch: Der Provision Fund ist keine Versicherung und garantiert weder Zinsen noch vollständige Kapitalrückzahlung. Maclear schreibt selbst, dass der Fonds nur im Rahmen verfügbarer Mittel genutzt werden kann und keine vertragliche Garantie darstellt. Genau deshalb sollten Anleger Maclear nicht wie ein Tagesgeldkonto oder einen klassischen Sparplan behandeln.

Für wen eignet sich Maclear?

Maclear kann für Anleger interessant sein, die bereits ein solides Fundament aufgebaut haben. Dazu gehören ein Notgroschen, ein langfristiger ETF- oder Fondssparplan und ein Verständnis für Kreditrisiken. Wer danach zusätzliche Renditechancen sucht und bereit ist, höhere Risiken einzugehen, kann Crowdlending als Beimischung prüfen.

Nicht geeignet ist Maclear für Anleger, die kurzfristig auf ihr Geld angewiesen sind, keine Verluste verkraften können oder eine garantierte Verzinsung erwarten. Auch wer gerade erst mit dem Investieren beginnt, sollte zunächst einfache und breit gestreute Lösungen wie ETF-Sparpläne verstehen, bevor er sich mit P2P- oder P2B-Krediten beschäftigt.

Wie könnte Maclear in eine Sparplan-Strategie passen?

Eine mögliche Reihenfolge beim Vermögensaufbau könnte so aussehen:

  1. Zuerst einen Notgroschen aufbauen, zum Beispiel auf Tagesgeld.
  2. Danach einen langfristigen ETF-Sparplan einrichten.
  3. Anschließend steuerlich begünstigte Vorsorgeformen prüfen.
  4. Erst danach alternative Anlagen wie Crowdlending, Krypto oder Themeninvestments als kleine Beimischung nutzen.

In dieser Struktur wäre Maclear nicht der Kern des Portfolios, sondern ein Baustein für Anleger, die zusätzliche Zinseinnahmen suchen und das höhere Risiko bewusst akzeptieren. Eine breite Streuung über mehrere Projekte ist dabei besonders wichtig.

Fazit: Maclear ist kein Sparplan, aber eine mögliche Beimischung

Maclear ist eine interessante Plattform für P2P- beziehungsweise P2B-Crowdlending. Die beworbenen Zinsen sind deutlich höher als bei klassischen Sparprodukten, der Einstieg ist bereits ab kleinen Beträgen möglich und die Plattform setzt auf Projektprüfung, Risikoscoring und einen eigenen Provision Fund.

Trotzdem bleibt die wichtigste Einordnung: Maclear ist kein klassischer Sparplananbieter. Anleger investieren nicht automatisiert und breit gestreut in Märkte, sondern in einzelne Unternehmensfinanzierungen. Dadurch entstehen höhere Renditechancen, aber auch deutlich höhere Risiken.

Für sparplanorientierte Anleger bedeutet das: Ein ETF-Sparplan oder eine solide Vorsorgestrategie sollte die Basis bleiben. Maclear kann eine Ergänzung sein – aber nur für den Teil des Vermögens, bei dem Anleger Ausfälle, Verzögerungen und eingeschränkte Liquidität verkraften können.

Redaktionelle Einschätzung: Maclear eignet sich eher als alternative Zinsanlage für fortgeschrittene Anleger als für Einsteiger, die einen einfachen Sparplan suchen. Wer die Plattform nutzt, sollte klein starten, breit streuen und Crowdlending nicht mit sicheren Sparformen verwechseln.

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